Von der Magie der Wurst

Wieder mal keine Ahnung über was ich bloggen könnte. So viele Ideen im Kopf aber keine Lust. Artet doch immer auch in Arbeit aus.

Über die Bockwurst könnte ich bloggen, über die Kaufland-Bockwurst. Sie ist billig und schmeckt auch nicht gerade sensationell, aber mit viel Senf lässt sie sich ertragen. Die Bockwurst wird in der Semmel gereicht und kostet 1 Euro. Kann eigentlich nichts gescheites sein, aber in dem Fall macht es wohl die Masse. Der tägliche Durchsatz dürfte enorm sein. Ein Pappbecher Cola kostet ebenfalls 1 Euro und schmeckt wie Cola eben schmeckt. Ich weigere mich standhaft Cola-Light zu trinken. Habe es mal probiert und es schmeckt wie eingeschlafene Käsfüße. Im Magen vermischen sich die Bockwurst, der Senf, die Semmel und das Cola zu einer brisanten Melange mit einem enormen Rülps-Potenzial.

So banal diese Kaufland-Bockwurst auch sein mag, so wohnt ihr doch eine unglaubliche Magie inne. Ich rieche die Wurst meilenweit gegen den Wind und sofort läuft mir das Wasser im Mund zusammen. Ich komme nicht dran vorbei, no way out. Ich streife durch die Regale und denke ständig an die Bockwurst.

Heute ist mir aufgefallen, dass die Kondome an der Kasse verschwunden sind. Nicht dass ich Bedarf gehabt hätte, aber bis vor kurzem hing da immer ein 3er-Pack für alle Fälle. Vor ein oder zwei Jahren hatten die sogar bei den Kosmetik-Artikeln eine ganze Kondom-Wand. Zwei Quadratmeter voll mit Lümmeltüten in allen Farben und Geschmacksrichtungen. Unglaublich. Sogar „London feucht“ war im Sortiment. Vor zig Jahren hatte ich mal die glorreiche Idee, „London feucht“ in der Apotheke zu kaufen. Der Apotheker schaute mich über den Goldrand seiner Brille hinweg streng an und brabbelte unverständliche Worte vor sich hin. Er schien eine Abneigung gegen Menschen zu haben die Kondome verwenden. Ich habe dann nur noch Nasentropfen und Zahnschmerz-Tabletten bei ihm gekauft.

Doch zurück zur Bockwurst. Ich bin stolz auf mich! Heute habe ich nämlich die Magie der Bockwurst überwunden. Heute war ich im Kebab-Haus nebenan und der Döner-Kebab war sowas von lecker, zum reinsetzen. Bekam dann auch eine Stempelkarte mit 10 Feldern. Sind alle Felder gestempelt, gibt es einen Döner gratis. Endlich wieder ein Motivationsschub in meinem Leben. Allerdings kostet der Döner 4 Euro. Aber umsonst ist der Tod – und der kostet das Leben.

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