Wie frau Sex-Toys bastelt oder vom Kommen und Gehen

Ritterburg im Sommer. Es tut mir leid, aber so sieht ein mittelalterlicher Bergfried eben nun mal aus.

Ach was habe ich nicht alles gelesen; am heiligen Abend und am ersten Weihnachtsfeiertag. Man hat ja Zeit im Überfluss. Und manchmal weiß man gar nicht wohin mit dieser (freien) Zeit. Stapeln lässt sie sich nicht – die Zeit. Und lagern deshalb auch nicht. Mit der Zeit ist es wie mit Strom: Er bringt eine Glühbirne zum Leuchten oder eine Kochplatte auf Temperatur, aber das war’s dann auch schon – irgendwie. Und genauso ist es mit der Zeit: Du legst dich nach dem Mittagessen aufs Ohr, wachst nach einer Stunde auf und stellst fest, die Zeit ist weg. Unwiederbringlich weg. Die Erde hat sich gedreht und man ist wieder eine Stunde älter. So what … morgen ist ein neuer Tag.

Über den Blog Danisch.de stieß ich auf den Artikel „Sextoys basteln als Uni-Fach“ in der „Baseler Zeitung“. Da gehts um einen Workshop „Do it yourself: Sextoys basteln“vom Mai 2013, der von der Fachgruppe Gender Studies (Geschlechterforschung) der Universität Basel veranstaltet wurde (zum Artikel). Dieser Workshop löste eine Grundsatzdiskussion aus, beschäftigte die Baseler Parlamente, und ließ (berechtigte) Zweifel am Sinn oder Unsinn der sogenannten „Gender-Studies“ aufkommen. Aber das hatten wir doch schon 2013 in Norwegen. Also nichts neues. In Deutschland zweifelt auf politischer Ebene scheinbar noch keiner. Lange kann es aber nicht mehr dauern bis der ganze Schwindel auffliegt.

Und dann war da noch Professx Antje „Lann“ Hornscheidt, die in der „Zeit“ im Artikel „Es war einmal ein X“ über geschlechtsneutrale Sprache referiert (zum Artikel). Ich konnte den Artikel nicht wirklich lesen. Nach zwei Sätzen hatte ich genug. Unterkante Oberlippe. Ich habe nichts gegen diese Person, aber ihre Befindlichkeiten interessieren mich nicht. Die Kommentare zum Artikel sind zum Teil lesenswert. Apropos „X“. Da fällt mir doch glatt der steinzeitliche Volkswagen-Werbeslogan ein: „Lassen Sie sich kein X für ein U vormachen, nehmen Sie das, was dazwischen liegt.“ Eben.

Die Studentenwerke in Baden-Württemberg müssen sich geschlechtsneutral in „Studierendenwerke“ umbenennen, auf eigene Kosten (*kopfschütteln*). Im April wurde das Landeshochschulgesetz geändert. Spiegel-Online titelte dazu im August 2014: Sprache und Gleichberechtigung: Gender, Gender, Geldverschwender“ (zum Artikel). Ich finde, man hätte die Studentenwerke auch in „Mensa“ umbenennen können. Oder in „StudiWerk_XYXX“. Wegen der Chromosomen und so …

Man muss sich positionieren, egal wie und wo … Hauptsache dass. Die Geschlechterforscher  Sabine Hark und Paula Villa tun das im „Tagesspiegel“ im Artikel „Das dubiose Gender“ (zum Artikel). Und keine Gegen-Gegen-Position ohne Gegen-Gegen-Gegen-Position. Deshalb auf sciencefiles.org … Die Gegen-Gegen-Gegen-Position (zum Artikel). Habe ich gerne gelesen.

Und das Beste kommt zum Schluss. Harald Martenstein hat wieder zugeschlagen. Er hat mir quasi den Tag gemacht (oder wie das heißt). Im Artikel „Über Neutralität in der Sprache“ in der „Zeit“ (zum Artikel), macht er sich Gedanken darüber, wie man das Problem mit dem geschlechtsneutralen „Professor / Professx“ ein für allemal aus der Welt schaffen könnte. Seinen Vorschlag, den „Professor„, durch „Prosecco“ zu ersetzen, halte ich schlichtweg für genial. Wenn nicht noch mehr. Martenstein for Präsident. Das meine ich ernst. Ich bin jetzt Martenstein-Fan. Der Mann hat Humor. Und dem Gender-Quatsch kann man nur mit Humor begegnen. Oder man ignoriert es. Aber das wäre wohl der falsche Weg.

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