Nimm mich mit auf die Reise nach Kathmandu

Mit Stella Deetjen ist es wie mit gerösteten Erdnüssen: Es gelüstet einen danach und ein Nüßlein nach dem anderen wandert in deinen Mund. Aber wenn man am Abend zuviel davon isst, liegen sie dir im Magen und du kannst Nachts nicht schlafen. Deshalb genieße ich geröstete Erdnüsse nur noch in Maßen. Ich bin zu Frischkäse-Zubereitung konvertiert. Aldi hat da sowas im Regal, hinten rechts und im großen Becher; mit Erdbeere, Kirsche, Orange oder Vanille. Ich gebe immer einen Schuss Ramazzotti dazu; umrühren – fertig.

Mein Blog reagiert wie ein Seismograph auf die mediale Präsenz von Stella Deetjen. Ich bin einer der wenigen, die über Stella Deetjen bloggen. Sie ist quasi meine Nische, blogtechnisch betrachtet. Aber es ist ein hartes Brot, ich berichtete bereits. Da hilft nur Frischkäse-Zubereitung. Oder Ramazzotti pur.

Neulich war es ja wieder mal soweit. Ich war an diesem Abend in der „NDR Talk Show“ gelandet. Hätte ich doch mal besser die Programmzeitschrift studiert. Aber auch in der NDR Talk Show war eine Helferin zu Gast. Sie hilft in Afrika und ist Dritt-Frau. Tja, so kann es gehen. Frau heiratet einen Afrikaner und ist Dritt-Frau. Ich weiß nicht, wie die Aufstiegs-Chancen im afrikanischen Busch so sind. Vielleicht wird diese Frau irgendwann Erst-Frau. Kurz vor der Rente vielleicht. Oder wenn die Erst- und Zweit-Frau gestorben sind *hust*

Um die Mitternacht, kurz vor zawölf, warf ich gewohnheitsmäßig noch einen Blick auf meine Blog-Statistik. Normalerweise kein so erfreulicher Anblick. Aber an diesem Abend, kurz vor zawölf, da hatte Aschenbrötel (oder wie die heißt) einen Striptease hingelegt und alle Zeiger zeigten himmelwärts. Mir war natürlich sofort klar, was da passiert war – Viagra. Nee, Quatsch.

Klar, ich habe dann zu später Stunde in der Mediathek den „Kölner Treff“ mit Stella Deetjen aufgelegt. Und es war wie immer. Ich fühlte mich sofort zuhause. Von der ersten Sekunde an wußte ich wie es laufen würde. Und doch war es diesmal anders. Stella Deetjen kam in der Sendung irgendwie offener rüber als sonst – gereifter. Vielleicht liegt es am Alter (noch’n *hust*). Und endlich, nach so vielen Jahren der Unsicherheit, der Selbstzweifel und was weiß ich nicht noch alles … endlich kam die Sprache auch auf ihren „die meiste Zeit des Jahres“-Aufenthaltsort zu sprechen: Kathmandu. Mein Gott ja – Kathmandu. Da hätte ich auch selber drauf kommen können. Viele Monate glaubte ich, Frau Deetjen würde auf Koh Samoi leben. Oder auf Mallorca (nee, passt nicht). Oder gar auf Goa?

Seltsamerweise war dann das erste, was mir zu Kathmandu einfiel, ein Refrain aus dem Lied „Sayonara“ der irischen Folk-Punk Band „The Poques“. Den ich hier mal in voller Gänze zitieren möchte:

Ooh, she gave me Mekong whiskey
Ooh, she gave me Hong Kong flu
Ooh, she gave me Mekong whiskey
Put me on a breeze to Kathmandu

In der 1960ern und 1979ern war Kathumadu eine der Endstationen des Hippie Trail. Viele Hippies zog es dorthin – manche blieben. Und jetzt also auch Stella Deetjen – in Kathmandu in 1300 Metern Höhe. Was für ein Blick.

Sie macht es aus Liebe, sagt sie ziemlich am Ende ihres Auftrittes. Aus Liebe zu den Menschen. Und du blickst in diese großen Augen … und möchtest es glauben …

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