Wie Karen Duve einmal die Welt rettete.

Dixie

The night they drove old Dixie down … and all the bells were ringing …

Manchmal lese ich Feminismus. Ich sag das jetzt mal so salopp: Ich lese Feminismus. Richtig muss es natürlich heißen, ich lese im Internet was über Feminismus. Und dann bleibt es natürlich nicht aus, dass ich auch sogenannten Anti-Feminismus lese. Die beiden gehören ja zusammen wie Pech und Schwefel. Wie Hänsel und Gretel und das liebe Vieh. Wie Doktor Schiwago und vom Winde verweht.

Die beiden hassen sich. Schon länger. Und je länger es dauert, umso größer wird der Hass. Ich bin hässlich, ich bin der Hass … Und ich düse, düse, düse, düse im Sauseschritt und bring‘ die Liebe mit von meinem Himmelsritt (DÖFCodo).

Neulich habe ich mir tatsächlich überlegt, ich könnte doch mal was über Feminismus schreiben und wie das (oder der) bei mir ankommt. Und was ich davon halte – vom Feminismus. Halt auch deshalb, weil man ja soviel darüber liest – im Netz. Sonst, im realen Leben, hört man doch eher selten was vom Feminismus. Was ich gut finde. Es gibt wichtigere, und vor allem schönere Themen, als ausgerechnet Feminismus. Womit ich natürlich nicht sagen will, dass Feministen nicht auch schön sein können.

Schnell dämmerte mir die Erkenntnis, dass ich es doch besser bleiben lassen sollte über Feminismus zu schreiben. Weil andere das viel besser können. Andere Feministen zum Beispiel. Wenn man das so liest, weiß Mann gleich, woran er ist und um was es geht.

Heute Abend war Karen Duve zu Gast im Nacht-Cafe von Wieland Backes. Eine nette, attraktive Frau. So auf den ersten Blick. Duve ist mehrfach preisgekrönte deutsche Schriftstellerin. Das ist ihr Hauptberuf. Im Nebenberuf ist Duve dann noch Wahrsagerin und Hellseherin. So war zumindest mein Eindruck nach ihrer emotional bewegten Rede. Karen Duve weiß nämlich, dass die Welt demnächst untergeht: Klima-Katastrophe, Hunger, Müll, Atom usw.

Vor allem aber weiß sie, wie man die Welt rettet. Damit sie nicht untergeht – die Welt. Schenkt man Karen Duve glauben, so ist es ganz einfach: Einfach 50% Frauen in die Führungspositionen aller Firmen und Konzerne – und schon klappt das. Sie hatte noch andere Vorschläge zur Rettung der Welt, aber das mit den 50% Frauen in Führungspositionen … da war ich doch sehr übergerascht – mindestens. Und belustigt war ich auch – glaube ich.

Prompt fielen mir dann die sogenannten femininen Netzaktivistinnen ein … und der Hass … und Erna „Was kosten die Kondome?“.

Ich glaube inzwischen auch, dass das die Lösung für alle Probleme dieser Welt ist: 50% Frauen in Führungspositionen. Die Frage ist nur: 50% von welchen Frauen?

Update, 25.10.2014: Karen Duve hat übrigens ein Buch geschrieben. Es ist nicht ihr erstes Buch (und wahrscheinlich auch nicht das letzte Buch) und heißt: „Warum die Sache schiefgeht: Wie Egoisten, Hohlköpfe und Psychopathen uns um die Zukunft bringen

 

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