Von Hymnen und Hymen

Oder wie Feminist*innen eine Hymne entjungferten …

PraliNixe_Web

Blaue Nixe, die mit dem Hintern auf dem Rand eines Glasgefäßes sitzt, das mit Pralinen gefüllt ist. (Foto: by Gunslinger’s Wilder Süden)

Es gibt so Tage, da reibe ich mir verwundert die Augen und denke mir: „Warum? Auch du mein Sohn Brutus?“  Aber ich bin selber schuld. Wieso musste ich das auch tun? Welcher Trieb, welcher innere Zwang brachte mich dazu, zu tun was ich getan habe? Des Menschen Seele ist ein dunkles Labyrinth. Selbst der rote Faden der Ariadne hätte sich verhakt und wäre gerissen beim Versuch den finsteren Irrwegen meiner Seele zu entrinnen.

Da habe ich also aus einer Laune heraus mal nach „Gender Sprache“ gegoogelt. Quasi in Nullzeit wurden mir 4.430.000 Ergebnisse angezeigt. Da ich in der Kürze der Zeit unmöglich alle diese Einträge durcharbeiten konnte, nahm ich Wikipedia’s „Geschlechtergerechte Sprache“. Dankbar. Man!n soll ja dankbar sein. Für das Leben und für Alles. Auch für die geschlechtergerechte Sprache.

Irgendwie landete ich dann beim Lesen des Wikipedia-Artikels über die geschlechtergerechte Sprache bei der östereichischen Bundeshymne, auch Nationalhymne genannt. Und ich erfuhr Unglaubliches. Im Jahre 2011 wurde die Nationalhymne geentert, äh, gegendert. Piraten ahoi. Das heißt, es wurden Textzeilen geschlechtergerecht angepasst. So wurde aus „… Heimat bist du großer Söhne, …“ urplötzlich ein „… Heimat großer Töchter und Söhne, …“. Und aus „… Einig laß in Brüderchören, …“ wurde „… Einig laß in Jubelchören, …“.

Jetzt bin ich ja sogar bereit den Weg der geänderten, öhm, gegenderten österreichischen Hymne und der großen Töchter dieses Landes ein Stück weit mit zu gehen. Auf jeden Fall. Denn irgendwie ist es ja auch gerecht. Denken wir nur mal an Marie Antoinette, Sissy, Cissy Kraner (Novak Lied), Romy Schneider, Senta Berger und Christina Stürmer. Aber was mich stört, das ist die Reihenfolge. Wäre nicht „… Heimat großer Söhne und Töchter …“ gerechter? Ich meine ja nur. Wegen der Anzahl der Söhne und der Töchter. Oder endet hier schon die Geschlechtergerechtigkeit?

Jetzt kann man!n sich vielleicht fragen, was geht den Gunslinger die österr. Nationalhymne an? Stimmt. Aber trotzdem. Irgendwie spannend was der Feminismus so alles treibt. Oder etwa nicht?

6 Kommentare

  1. Hat denn der „Herr Cäsar“ auch was zu den Frauen gesagt oder waren nur Männer die Verräter? Hätte er nicht auch eine Schwester oder Tochter ansprechen können, dann hätten wir jetzt ein historisches Vorbild, das wir anwenden könnten :-)

    1. Der Cäsar hatte tatsächlich eine ältere Schwester: Iulia. Aber die war wahrscheinlich grad shoppen ;-)

      1. Immer diese Vorurteile. Vielleicht war sie gerade wo anders Männer morden – Frauen können das auch!

  2. Die Welt ist rund, sie dreht sich immerfort und die Änderungen sind unaufhaltbar.
    Wir sollten gelassen bleiben. Die können ohne uns nicht.

    1. Steter Tropfen höhlt den Stein. Heißt es.

  3. […] Zum (Artikel in der Kronen Zeitung) und zum Gunslinger sein Geschreibe über (Hymnen und Hymen). […]

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