Von einem, der auszog das Dschungelcamp fürchten zu lernen – Ein Erfahrungsbericht

Dschungel_Web
Dschungel am grünen Fluss (Foto: by Gunslinger’s Wilder Süden)

Das Lagerfeuer, das Winfried so sorgsam gehütet hat, ist erloschen. Larissa’s arg gebeutelte Hängematte längst abgebaut. Vielleicht wird sie, also die Hängematte, nicht die Larissa, bei eBay versteigert.

Die Wasserfall-Dusche plätschert selbstversunken vor sich hin. Nie mehr wird ihr Wasser, also das Wasser der Wasserfall-Dusche, über den nackten, wohlgeformten und in weiten Teilen fast knabenhaften Körper von Melanie Müller rinnen, nie mehr wird das Wasser ihre Silikon-Brüste netzen. Nicht in diesem Leben. Never ever, ever, ever.

Selbst die durch gelegene Hängematte von Tanja ist längst vom Winde verweht. Und auch die rituellen Waschungen von Winfried’s Gemächt sind schon Geschichte – Dschungelgeschichte.

Es ist vorbei – Schmerz.

(Anmerkung: Im folgenden Absatz verzichte ich auf Kommata und verwende stattdessen Pünktchen – wegen der Übersichtlichkeit.)

Melanie Müller(25) … geborene Metzgerstochter aus Oschatz … diplomierte Restaurantfachfrau und Barkeeperin … Erotik-Fotomodell ( „Cataleya Young“) und Porno-Queenchen („Scarlet Young“, sie war jung und brauchte das Geld; und verliebt war sie auch noch) … Betreiberin eines Online-Shops für Sex-Spielzeug (Stichwort: Liebeskugeln *klingeling*) … Melanie Müller also hat es mit vollem Körpereinsatz geschafft. Auf den Dschungel-Thron. Melanie Müller (man kann den Namen nicht oft genug wiederholen) ist die Dschungel-Königin 2014. Produziert vom privaten Werbesender RTL(30) und gesponsert von … was weiß ich. Werbung halt.

Und nicht nur die Dschungelkrone darf sie jetzt ihr eigen nennen, nein, denn wie Phönix aus der Asche ist am 18.01.2014 endlich auch ein Artikel über Frau Müller in der Wikipedia aufgetaucht. Es sei ihr gegönnt.

Ich persönlich hätte allerdings lieber Larissa-Antonia Marolt auf dem Dschungel-Thron gesehen. Aber Platz 2 ist ja auch nicht schlecht. Und die Larissa musste sich dafür noch nicht mal ausziehen. Das macht den feinen Unterschied.

Der Sieg von Melanie Müller wird meinem Blog übrigens weiterhin eine satte Grundlast bescheren, denn erstaunlich viele Menschen sind auf der Suche nach allem was mit Frau Müller … ähem … zusammenhängt. Oder auch nicht (Stichwort: Höschen). Ob ich darauf, also auf die Grundlast, stolz sein kann, wage ich zu bezweifeln. Aber nichts liebt ein Blogger mehr als Aufmerksamkeit. Ein Widerspruch.

All die Jahre habe ich mich standhaft geweigert, mir den „Dschungel“ anzutun. Schon deshalb, weil ich eine ausgeprägte Abneigung gegen sämtliche Privatsender habe und sich mir der „Mehrwert“ dieser Art TV-Sender auch nach 30 Jahren immer noch nicht erschlossen hat. Wenn es nach mir ginge (geht’s aber nicht) würde ich die privaten Werbesender einfach abschalten. Alle. Bungt.

Mein Experiment, ein fanatischer Dschungelcamp-Fan zu werden, ist zumindest teilweise geglückt. Ja, ich gebe es zu, ich habe mich teilweise wirklich köstlich amüsiert über diesen Outdoor-Komödien-Stadel.

Ich glaube, ich hatte Glück mit dieser Staffel. Wäre Larissa nicht dabeigewesen – der „Dschungel“ wäre an mir vorübergezogen wie eine Karawane am Wüsten-Horizont. Aber die Naturgewalt Larissa Marolt in ihrer Rolle als „Die vertrottelte Larissa vom Klopeiner See“, hat mich in den Bann gezogen und es kam wie es kommen musste … Und ich habe es genossen. Einfach Hirn abschalten, zurücklehnen und genießen. Nichts ist so entspannend wie albernes, hirnloses Geschwätz. Ich bin da sehr anfällig für diese Art „Krankheit“.

Ob ich mir nächstes Jahr „Ich bin ein Star – holt mich hier raus“ nochmal antue, weiß ich noch nicht. Und falls ja, dann nur wenn Larissa Marolt wieder dabei ist. Also …

Bungt (wie Larissa sagen würde.)

2 Antworten auf “Von einem, der auszog das Dschungelcamp fürchten zu lernen – Ein Erfahrungsbericht”

  1. Das Format erfüllt seinen Zweck. Zuschauen, wie andere Maden vertilgen, ist ein wunderbares Gafferfernsehen.
    Kultur ist sehr vielfältig. Nicht umsonst hat Winifred Wagner ihren Hitler und seine Helfer so vergöttert.
    Und was machen heute die, die etwas auf sich halten? Sie pilgern zum Hügel.
    Welche Kultur ist harmloser und friedfertig?

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