Redtube-Abmahnwelle: Besuch beim „Abmahn-Anwalt“.

Thomas Gainsborough - Portrait of Joshua Grigby

Rechtsgelehrter Thomas Gainsborough [Public domain]. Ein Mann des Rechts und von rechtem Schrot und Korn. Zum Wohl.

Endlich darf man den Regensburger „Abmahn-Anwalt“ Thomas Urmann mal persönlich kennenlernen. Die „Zeit“ präsentiert auf ihrem Online-Ableger eine Art Home-Story über Rechtsanwalt Urmann mit dem Titel „Auf der dunklen Seite des Rechts“. Lesenswert. Die Story entstand wohl auf dem Dach des Hauses in dem die Kanzlei des Herrn Urmann die oberste Etage belegt. Im Osten der Stadt Regensburg in einem alten Industriegebiet gelegen, wurde von hier aus die Redtube-Abmahnlawine los getreten. Aber das stimmt nicht ganz. Von Regensburg aus wurden nur die Abmahnbriefe verschickt. Los getreten wurde wo anders. In der Schweiz oder in Spanien?

Blöd ist jetzt nur, dass der Typ auf dem Bild eigentlich ganz sympathisch rüber kommt. Ich habe ihn mir ganz anders vorgestellt. Vor allem älter, viel älter. Und hässlicher – alt und hässlich. Mit einem faltigen Gesicht mit gelblicher Hautfarbe. Vom Alkoholkonsum und zu vielen Zigaretten gezeichnet. Gelbliche ungepflegte Haare rechts gescheitelt. Und mit dicker Zigarre im Mund und Cognac-Schwenker in der Hand. Rauhe, heisere Stimme. Und dieses ständige Husten – furchtbar. Aber so … da löst sich mein Feindbild regelrecht in Luft auf. Aber man soll einen Menschen nicht nach seinem Äußeren beurteilen.

Es stellt sich die Frage, warum ein Mann wie Thomas Urmann ausgerechnet im Abwahn-Business sein „Glück“ gefunden hat. Vielleicht hat er eine Mission, eine Botschaft? Oder wie man auf Neu-Deutsch sagt – eine Message. Man weiß ja nie. Schließlich ist Regensburg eine Domstadt und wer weiß welch kindliche Prägung da stattgefunden hat. Aber das sind natürlich alles nur Vermutungen.

Wenn ich ehrlich bin – ich brauche diesen Porno-Dreck im Internet nicht. Weg damit.  Aber nicht auf die Urmannsche Abmahn-Tour. Da muss es andere Wege geben. Da ist der Gesetzgeber gefragt. In Großbritannien wurde bereits ein Porno-Filter eingeführt, bzw. wird eingeführt. Warum nicht auch in Deutschland? Ein Aufschrei würde durchs Land gehen: „Die Freiheit des Internet ist in Gefahr!!!“ Oh ja, die Worte höre ich wohl, allein mir fehlt der Glaube.  Ich kann es nicht mehr hören.

ein Kommentar

  1. […] hoch interessante Informationen zu diesem Thema findet man wie üblich im Blog “Kowabit“. Man sollte dem Macher von “Kowabit” wirklich einen Orden verleihen. Das ist für mich […]

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