Bei Twitter stinkt es mal wieder

Ich zitiere (mal wieder) Wikipedia: „Der Große Gestank (englisch The Great Stink oder The Big Stink) war im Sommer 1858 die Bezeichnung der Folgen der ungehinderten Einleitung von Abwasser der britischen Hauptstadt London in die Themse. Der aufgrund des heißen Wetters auftretende Gestank wurde von den Stadtbewohnern als derart unerträglich empfunden, dass das Parlament den Bau eines umfassenden Londoner Abwassersystems beschloss.“

Dann habe ich mal ge-googelt was die politisch korrekte Bezeichnung für Furz ist. Und wieder bin ich bei Wikipedia fündig geworden: Die korrekte Bezeichnung für Furz lautet Flatulenz. Immerhin fängt beides mit „F“ an.

Eine Abwandlung von F… brachte seinerzeit H.P. Kerkeling in die Welt. Bei ihm hieß es „Hurz“.

Jetzt kann man sich natürlich fragen, muss ich das wissen? Korrekte Antwort: Nein.

Aber trotzdem möchte ich in diesem überaus bemerkenswerten Artikel (chen) mal den Unterschied zwischen dem Londoner Abwassersystem und dem Kurznachrichtendienst Twitter heraus arbeiten.

Beim Londoner Abwassersystem ging und geht es (siehe „Super Sewer“) darum das Abwasser und die Fäkalien der Londoner nicht in die Themse zu leiten, sondern in Kläranlagen. Gut so!

Bei Twitter ist das anders. Ganz anders. Bei Twitter geht es darum, jede mittelmäßige Flatulenz möglichst in Nullzeit um den Globus zu jagen. Und je länger die Flatulenz unterwegs ist, umso mehr stinkt sie, die Flatulenz.

Im Moment stinkt es wieder ganz gewaltig auf Twitter. Eine junge Dame hat angeblich eine sehr unbedachte, rassistische Äußerung abgelassen bevor sie zu einem Flug vom Londoner Flughafen nach Süd-Afrika aufbrach. Und innerhalb weniger Stunden wurde aus der Flatulenz einer relativ unbedeutenden Person ein „Big Stink“. Und die junge Dame zur meistgehassten Frau der Welt. Wie es dazu kommen konnte, kann man z. B. beim Kölner Stadtanzeiger nachlesen.

Nun muss man bei Twitter inzwischen sehr vorsichtig sein. So ganz genau weiß man nie, was ist Fake, was ist ge-hackt und was ist Wahrheit.  Zu oft schon wurden Prominenten falsche Zitate in den Mund gelegt. Zu oft schon trafen Häme, Spott und Unrat den Falschen. Und zu oft schon fegte ein Shitstorm (womit wir wieder bei den Fäkalien wären) durch die Strassen von Internet-City und stellte sich dann als Falschmeldung der Internet-Unwetterzentrale heraus. So muss man auch beim aktuellen „Fall“ vorsichtig sein.

Zur Vorsicht und Fairness rät auch „Shamanis Blog„.

ein Kommentar

  1. Nun, die Welt ist global geworden. Wer irgendwie in der Öffentlichkeit steht und sei es auch nur am Rande, muss sich jede Äußerung genau überlegen. Das ist schade.
    Das ist aber in eier Firma oder im Verein oder im Dorf nicht anders. Aus einer Mücke wird immer gleich ein Elefant. So sind die Menschen.
    Ausrotten können wir sie ja nicht.

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