RedTube und die Abmahnwelle – Lotteriespiel

Ballonfahrt über Köln - Weißhausstraße, Uni-Center, Arbeitsamt, Justizzentrum-RS-3995
Foto: © Raimond Spekking [CC-BY-SA-3.0]
Köln, Justizzentrum (unter anderem)
 Man mag es kaum glauben, man mag es lächerlich finden. Ist es Satire (Postillion) oder ein Fake? Nein, es ist Realität. Deutsche Realität im Internet-Zeitalter.

Mag mag es kaum glauben, man mag den Kopf schütteln so oft und soviel man will. Es ändert nichts an den Tatsachen. Und die Tatsachen sind hart. Hardcore quasi.

Seit Tagen verfolge ich diese Farce um die RedTube-Abmahnungen. Jeden Tag hoffte ich mehr, dass diesem bösen Spiel endlich ein Ende bereitet wird. Doch es geht alles seinen „gewohnten Gang“.

Eine entscheidende Rolle in dieser Farce spielt das Landgericht in Köln. Insgesamt 89-mal haben die Anwälte einer ominösen „Archive AG“ allein dem Landgericht Köln, Listen mit IP-Adressen vorgelegt. Diese Listen und die dazugehörigen Auskunfts-Anträge wurden von 16 verschiedenen Kammern des Landgerichtes Köln begutachtet. 62-mal wurde den Anträgen stattgegeben, 27 Anträge wurden zurückgewiesen.

Das kann eigentlich gar nicht sein, oder? Ein Gericht kann bei ein und demselben Sachverhalt nicht mal so oder mal so entscheiden. Das macht keinen guten Eindruck. Ganz und gar nicht. Es könnte der Eindruck entstehen, dass die eine oder andere Kammer da was falsch verstanden hat. In diesem Zusammenhang fällt mir der Spruch ein: „Wer lesen kann, hat’s leichter im Leben“.

Von dieser fiesen Abmahnungs-Farce sind vermutlich zehntausende Menschen, Familien, Schicksale betroffen. Da sollte ein Gericht schon genau hinschauen. Sehr genau.

Letztendlich wird die RedTube-Abmahnungs-Farce gravierende Auswirkungen auf das Benutzer-Verhalten haben. Ist es das Ende der vielbeschworenen „Freiheit des Internet“?

Nein, natürlich nicht. Denn die „Freiheit des Internet“ gab es noch nie und wird es in Zukunft schon gar nicht geben. Spätestens seit Edward Snowden und NSA wissen wir das. Und die, die es nicht wahrhaben wollen, werden sehr bald eines besseren belehrt werden.

Diese Abmahnwelle ist erst der Anfang. Weitere werden folgen. Das Internet wird teuer. Aber wie heißt es: „Umsonst ist der Tod und der kostet das Leben.“

  1. Ich hatte schon einmal einem Schreiber erklärt, daß das Like nicht den Inhalt mit ja oder nein toleriert, sondern daß man den Artikel als solchen sozusagen mit „Gelesen“ honoriert. Wenn da jemand z. B.schreibt, ein unachtsamer Fußgänger ist von der Trambahn verletzt worden, so bedeutet das Like, das man den Artikel für gut befunden, ergo also gelesen hat. Der Inhalt des Artikels wurde nicht damit honoriert, Dazu ist ja der Kommentar da. Und der würde dann nicht so verlockend ausfallen und alles andere als positv bewertet werden.Also, Dein Artikel ist gut, der Inhalt (das Thema) ist Sch….. Deshalb mein Like. Damit nicht wieder Iirrtümer entstehen und Dir schlaflose Nächte verursachen.

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