Das letzte Rätsel: Du Chef. Warum?

Eines der letzten großen Rätsel der Menschheit ist für mich die Frage: Warum wird jemand Chef? Immer wieder mal stehe ich vor dieser Frage wie vor einer soliden Betonwand. Und dann muss ich aufpassen, dass ich mir an dieser Betonwand nicht den Kopf anschlage. Oder sogar dagegen renne. Meistens kocht diese Frage in mir hoch, wenn ich wiedermal Grund hatte mich zu wundern. Mich zu wundern über Unfähigkeit, Ignoranz, Intoleranz und Unsensibilität.

Böse Zungen behaupten, Chef wird jemand weil man sonst keine andere Verwendung für ihn hat; oder damit er weg ist von der Strasse; oder weil er Beziehungen hat; oder weil er einfach dran war; oder, oder …

Noch nie habe ich gehört, dass jemand Chef wurde, weil er die besondere Gabe der Menschenführung besitzt; weil er soziale Kompetenz hat; weil er ein profundes Fachwissen besitzt; weil er ehrlich und offen mit seinen Mitarbeitern umgeht. Das habe ich leider noch nie gehört.

Ich bin wirklich froh, kein Chef zu sein. So kann ich in Ruhe und effektiv meine Arbeit erledigen und muss meine Energie nicht durch andauernde Grabenkämpfe mit anderen Mitgliedern der Führungsriege verplempern.

Habe ich ein Glück.

Allerdings – und das muss ich jetzt schon noch erwähnen – mit der Ruhe und der Effektivität bei der Arbeit kann es schnell vorbei sein. Denn leider sind Chefs nicht immer auf Besprechungen, auf Dienstreise, auf Fortbildung, im Urlaub, in der Cafeteria oder im Krankenhaus. Krankenhaus? Siehe Grabenkämpfe.

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