Ein ganz normaler Tag am Strand von Ballybunion

Über das Warum.

Es ist seltsam. Vor wenigen Tagen blätterte ich in meinen Urlaubsbildern von 2010. Einen Tag später stieß ich zufällig in einem Internet-Forum auf einen Thread über irische Musik. Und wieder einen Tag später wurde hier ein sehr interessanter Artikel veröffentlicht, in dem es, zumindest indirekt, ebenfalls um Irland geht.

Jetzt bin ich gespannt, was in nächster Zeit noch alles über Irland zu hören sein wird. Und damit mir die Zeit bis dahin nicht zu lang wird, hole ich eine kleine Urlaubsgeschichte aus der Schublade … Taraaa!

Ballybunion Main St South

Ballybunion Main Street

Der Ort des Geschehens.

„Ballybunion oder Ballybunnion (irisch: Baile an Bhuinneánaigh) ist ein Ferienort an der Küste des Countys Kerry im Südwesten der Republik Irland. Der Ort mit 1365 Einwohnern (Stand 2006) liegt 15 Kilometer von der Stadt Listowel entfernt.

Zu den Sehenswürdigkeiten der Umgebung gehören eine Burg, von der nur noch eine Mauer erhalten ist, und die Wanderwege entlang der mitunter sehr steilen Klippen, von den Gezeiten ausgebildete Höhlen, ein vorzeitlicher Abfallhaufen, eine Delfinpopulation und hoch gelobte Surf-Wellen.

In der irischen Eisenbahngeschichte hat Ballybunion eine Bedeutung, weil hier 1888 mit der Listowel Ballybunion Railway die weltweit erste kommerziell genutzte Einschienenbahn eröffnet wurde.

In Ballybunion gibt es zwei Golfplätze. Der Ballybunion Golf Club belegte 2002 den 11. Platz auf der Bestenliste der US-amerikanischen Fachzeitschrift Golf Magazine. Der Ort ist weiterhin bekannt für seine Seetang-Badeanstalt und die gekochten Strandschnecken, die wie Popcorn in Papiersäckchen verkauft werden.“

(Quelle: Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Ballybunion)

Ballybunion Beach (881325)

By Brian Rosner from Littleton, USA (Ballybunion Beach) [CC-BY-2.0] (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0) via Wikimedia Commons

Die Story.

Und da saßen wir nun. Meine Familie und ich. Auf einem niedrigen Mäuerchen am Strand von Ballybunion. In der Bucht. Eingehüllt in unsere Regenjacken. Und schauten dem Strandleben zu. Die Sonne schien erbarmungslos. Ein scharfer Wind wehte vom Meer her. Und es war August und eindeutig zu kalt zum Baden.
Eine irische Familie breitete sich wenige Meter vor unserem Platz auf dem Strand aus. Die 3 kleinen Kinder schlüpften in ihre Neopren-Anzüge. Die Mutter dann ebenfalls. Der Vater war nicht anwesend. Vielleicht auf dem Golfplatz.

Neopren-Anzüge??? Ja, der typische Ire badet im Neopren-Anzug. Das hängt unmittelbar mit der Wassertemperatur des Atlantiks zusammen. Könnt ihr mir glauben. Habs erst auch nicht geglaubt. Ein Teil der Strandbevölkerung wollte es auch nicht glauben und lief in Badeshorts und Bikini herum. Das können nur mental sehr starke Menschen sein. Ich bin mir sicher. Oder Verdrängungskünstler.

Nach einer Weile walzt eine Nonne in vollem Ornat und in Begleitung von drei älteren Damen auf „unser“ Mäuerchen zu und nimmt neben uns Platz. Die Damen unterhalten sich angeregt. Ein Auto fährt die steile Zufahrt zum Strandparkplatz herunter und parkt. Eine weitere Nonne steigt aus. Gesellt sich samt Klappstuhl zu der Nonnen-Gesellschaft.

Nach einer weiteren Weile taucht mit viel Trara und Fotograf eine Hochzeitsgesellschaft am Strand auf. Man schießt Fotos und die Flut steigt. Was der Braut und ihrem Kleid vor lauter Bohai fast zum Verhängnis geworden wäre. Fast.

Und die Zeit vergeht. Wir amüsieren uns prächtig. Die Kids beobachten weit weg von uns das Steigen der Flut aus nächster Nähe. Wenn nur dieser sch… Wind nicht wäre.

Dann taucht plötzlich ein großer, gewichtiger Glatzkopf Marke „Mafioso auf Urlaub“, nebst zweier großer gewichtiger Hunde und Frau im Schlepptau, auf. Schlappt mit Hunden und Frau quer über den Strand. Dem einen Hund gefällt es am Strand so gut, dass er gleich mal auf den Selben (auf den Strand) kackt. Mann schlägt die Hände über dem Kopf zusammen. Frau packt Tütchen aus. Alles wieder in Butter und sie walzen weiter.

Trotz ausgiebigem Frühstück im unserem Trident Holiday Home verspüren wir Hunger. Gar nicht so einfach um die Mittagszeit in Ballybunion was vernünftiges zum Essen zu bekommen. Fish & Chips vielleicht? Abgelehnt. Die einschlägigen Lokalitäten machen auch keinen sooo tollen Eindruck. Gäste sieht man auch keine. Nur der asiatische „Koch“ lümmelt gelangweilt am Tresen herum.

Aber gottseidank gibt`s den Super Valu. Auf deutsch etwa: Wertkauf. Den gibt`s überall in Irland. Und der hat auch alles was es bei uns auch gibt. Sogar Kerry Gold, die Butter. Und Kekse. Viele Kekse.

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