Wahl 2013: Ich will Köpfe

Bundesarchiv B 145 Bild-F048646-0033, Dortmund, SPD-Parteitag, Helmut Schmidt
Bundesarchiv, B 145 Bild-F048646-0033 / Wegmann, Ludwig / CC-BY-SA [CC-BY-SA-3.0-de (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)%5D, via Wikimedia Commons
 Was soll ich sagen. Bald ist Wahl. Reicht das nicht schon um einem den Abend zu verderben? Na, so schlimm ist es nun auch nicht. Schließlich muss ich nicht wählen, wenn ich nicht will. Eigentlich würde ich schon gerne wählen wollen, wenn ich wüßte wen. Und da war es wieder, mein Problem.

Mit Wahlen geht es mir wie mit Weihnachten und Geburtstagen: Ich weiß nie was ich schenken soll. Aber ich habe eine Lösung gefunden: Ich schenke Gutscheine. Ja, Gutscheine. Macht keinen Aufwand und wird gerne genommen. So verschenke ich seit einigen Jahren nur noch Baumarkt-Gutscheine, Drogerie-Gutscheine, Restaurant-Gutscheine, Supermarkt-Gutscheine …

Vielleicht sollte ich den Parteien auch Gutscheine schenken.  Am besten Restaurant-Gutscheine: Pizza beim Italiener oder „All you can eat“ beim Chinesen.

Aber die Parteien wollen meine Stimme. Welcher Partei soll ich also meine Stimme schenken? Und nebenbei bemerkt: Würde meine Stimme überhaupt Gehör finden? Um das herauszufinden, müßte ich vorsingen. In den Parteizentralen. Im Willy-Brandt-Haus, im Konrad-Adenauer-Haus, am Grab von Franz Josef Strauß …

Wenn ich wähle, wähle ich Köpfe. Keine Parteiprogramme. Niemals. Die sind doch eh alle gleich. Oder zumindest ähnlich. Deshalb wähle ich Köpfe. Aber zur Zeit gibt es keine Köpfe, die ich wählen könnte. Ronald Pofalla vielleicht? Kann man den überhaupt wählen? Keine Ahnung.

Helmut Schmidt, den würde ich wählen. Sofort. Auch wenn er zuviel raucht.

Wählen ist Bürgerpflicht? Ein seltsamer Satz. Wenn ich ins Kleidergeschäft gehe um mir eine neue Hose zu kaufen, aber keine passende finde – was tue ich dann? Ich gehe wieder. Ich kaufe keine Hose die mir nicht paßt. Und ich gehe nicht zur Wahl, nur weil es Bürgerpflicht ist.

Tja, und nun?

Aber auch für mein Wahl-Problem habe ich eine nahezu geniale Lösung gefunden: Ich wähle mich einfach selbst. Ich gründe gerade noch rechtzeitig eine One-Man-Partei, werde König von Deutschland, Vorsitzender der „Deutsche Bank“ und Sprecher der Vereinigten Krankenkassen.

Alles wird gut-h.

2 Antworten auf “Wahl 2013: Ich will Köpfe”

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