Lasset uns wählen

150 Jahre deutsche Sozialdemokratie Ausstellung 2013 1924 Wahlplakat Fester Kurs für die Republik! Wählt Otto Braun Fritz Otto Kirchbach Rotophot AG Berlin

Seit einigen Tagen hängt an einem Laternenpfahl an der Strasse von Zuhause in die Arbeit wo ich so oft langfahr – ein Wahlplakat. In Zeiten wie diesen eigentlich nichts besonderes. Denn bald ist Bundestagswahl. Natürlich hängen an den Laternenmasten an der Strasse von Zuhause in die Arbeit wo ich so oft langfahr – noch viele, viele, viele weitere schöne bunte Wahlplakate. Alle Parteien sind vertreten.  Wie immer halt. Ich schaue schon gar nicht mehr richtig hin.

Aber dieses spezielle Wahlplakat – das sticht mir ins Auge. Nicht weil es besonders schön ist. Oder besonders bunt. Nein. Dieses Wahlplakat ist kleiner als die anderen. Eigentlich nicht der Rede wert. Wenn da nicht dieser Spruch, dieser Slogan, wäre: „Maria statt Scharia„.

Ich sollte vielleicht erwähnen, dass es sich um ein Wahlplakat der NPD handelt. Das erklärt dann schon einiges. Aber nicht alles. Manche Dinge kann man nicht erklären. Zum Beispiel die NPD. Dann sollte ich auch noch erwähnen, dass mir die NPD mindestens hinten links vorbeigeht. Mindestens.

Trotzdem habe ich mir mal überlegt, was will mir dieser Slogan „Maria statt Scharia“ sagen?

Ich kannte ja mal ein Mädchen namens Maria. Die war nett und fast hätten wir uns befreundet. Damals, vor … vielen Jahren. Leider ist dann doch nichts draus geworden. Vielleicht lag es daran, dass Maria Probleme mit dem Kreuz hatte. Damals schon! Wer weiß ob das nicht chronisch geworden wäre. Ja … Und Maria war Klosterschülerin. Trotz ihrem Kreuz. Was soll ich sagen.

Und dann kenne ich natürlich die Mutter Maria. Also, ich meine jetzt natürlich nicht die Mutter von Maria mit der ich fast mal was gehabt hätte, sondern die kirchliche Mutter Maria.

Bei Scharia wußte ich nicht so recht, ob das jetzt auch ein Mädchenname ist. Gehört hat man’s ja schon mal. Und so mußte ich erstmal googeln. Aber jetzt weiß ich mehr:

Die Scharia, auch Scharīʿa geschrieben (‏شريعة ‎ / šarīʿa im Sinne von „Weg zur Tränke, Weg zur Wasserquelle, deutlicher, gebahnter Weg“; auch: „religiöses Gesetz“, „Ritus“; abgeleitet aus dem Verb ‏ شرع‎ / šaraʿa /‚den Weg weisen, vorschreiben (auch Gesetz)‘), ist das religiöse Gesetz des Islam.

Gut, jetzt weiß ich Bescheid. Übersetzt heißt „Maria statt Scharia“ also „Christentum  statt Islam„. Mehr wollte ich auch gar nicht wissen. So einfach kann das Leben sein.

Mal ehrlich, wenn ich die Wahl hätte, dann würde ich auf jeden Fall die Maria nehmen. Weil damals, da war die richtig nett. Ob sie heute auch noch so nett ist, weiß ich natürlich nicht. Schon manches nette Mädchen hat sich nach der Hochzeit in eine Bißgurke verwandelt. Wer kann schon in die Zukunft blicken. Keiner. Und wie sich das mit ihrem Kreuz entwickelt hätte, das weiß man auch nicht.

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