E-Mails – nach mir die Sintflut

Irgendwann hat es angefangen. Es war ein schleichender Prozess. Irgendwann vor 10, 12 oder 15 Jahren, ist die erste E-Mail auf meinem Bildschirm an meinem Arbeitsplatz aufgetaucht. Ich gebe zu, ich wußte nicht so recht was ich damit anfangen sollte. Okay, ich habe die E-Mail geöffnet und gelesen was da stand auf meinem Bildschirm. Was es war – ich weiß es nicht mehr. Wahrscheinlich dachte ich: Nett.

Es blieb natürlich nicht nicht bei dieser einen E-Mail. Es wurden mehr. Aber ich dachte immer noch: Nett, und was soll ich jetzt damit? Da schreibt mir ein Kollege irgendwas, aber ist das jetzt für mich relevant? Soll oder muss ich jetzt irgendwas tun? Muss ich vielleicht sogar antworten?

Und eines Tages kam dann eine Rund-Mail. An alle. Und da stand dann: „Aus gegebenem Anlaß möchten wir darauf hinweisen, dass E-Mails möglichst zeitnah zu bearbeiten sind. Mit freundlichen Grüßen. Die Geschäftsleitung.“ Punkt.

Seither ist die E-Mail-Flut beständig angewachsen. Und man wundert sich schon, wenn man mal eine Stunde lang keine E-Mails bekommt. Und ja, E-Mails nerven. Es ist ja nicht so, dass man dasitzt und wartet, bis eine E-Mail reinkommt. Eigentlich hat man schon Arbeit. E-Mails bedeuten nur noch zusätzliche Arbeit. Meistens. Und selbst nach dem Ende der regulären Arbeitszeit ist man vor E-Mails nicht sicher.

Deshalb hat Volkswagen schon im Dezember 2011 beschloßen, nach Feierabend keine E-Mails mehr  zu versenden. Betroffen sind allerdings nur die Besitzer von Firmen-Blackberrys. Also leitende Angestellte und höher. Aber immerhin.

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