Felix Baumgartner – der Glückliche

Tja, der Felix Baumgartner. Springt aus 39 Kilometern Höhe einfach in die Tiefe. Einfach so. Einfach weil er Bock hatte. Oder einen Knall. Man weiß es nicht. Aber dieser Sprung war für Felix Baumgartner kein Problem. Es konnte auch nicht wirklich etwas schiefgehen. Denn erstens ist der Felix seit 1997 professioneller Base-Jumper und zweitens wird er – ebenfalls seit 1997 – von Red Bull gesponsert. Und wie wir alle wissen: Red Bull verleiht Flügel. Haha … es darf gelacht werden. Stop! Nicht so laut. Und was geht mich das an? Um es mal in dürren Worten auszudrücken: NICHTS! Nicht das geringste. Ich habe den Sprung nicht gesehen. Ich habe mir den Sprung nicht mal auf YouTube angeschaut. Keine Lust und keine Zeit für sowas. Na sowas? Stattdessen habe ich mich mal ein bißchen informiert. Schlag nach bei Wikipedia, denn da steht was drin. Genau. Da steht was drin. Eine ganze Menge sogar. Alles sauber aufgelistet. All die Objekte die er schon besprungen hat. Und das sind eine ganze Menge. Ein richtiger Casanova dieser Felix Baumgartner. Ein Lustmolch. Sogar in eine Höhle ist er schon gesprungen. Von Brücken und Hochhäusern sowieso. Immer wenn er Lust auf ein neues Objekt verspürte, hat er es ausgekundschaftet, hat den besten Zeitpunkt abgewartet … und dann … Sprung! Orgasmus!

„Am 7. Dezember 1999, morgens um 7:00 Uhr Ortszeit sprang er vom rechten Arm der Christusstatue auf dem Corcovado in Rio de Janeiro aus mit dem Fallschirm ab. Zuvor ließ er sich auf dem Gelände einschließen, dann kletterte er an einem mit einer Armbrust übergeschossenen Seil hinauf.“ (Quelle: Wikipedia)

Zitat von Felix Baumgartner zu seinem Sprung in Rio:

„Ich meine, es lohnt sich nie, bei einem Sprung zu sterben. Aber wenn du beim Sprung von der Jesusstatue in Rio abfuckst, hat das wenigstens eine gewisse Glorie.“

Aha, doch, hört sich gut an. Super. Wir fragen uns: Ist Herr Baumgartner etwa ein Ungläubiger. Ein Katholik würde bestimmt nicht vom rechten Arm einer Christusstatue abspringen. Wenn schon, dann vom Linken. Aber egal.

Er sieht auch gar nicht mal schlecht aus, der Felix Baumgartner. Ein richtiger Kerl halt. Ein Frauentyp. Doch, doch … Hat man als Extremsportler eigentlich Groupies? Also wer nicht weiß, was ein Groupie ist: Das sind Frauen, die gerne mit bekannten Persönlichkeiten aus Film, Funk und Musik ins Bett gehen. Die auf ihre Art am Ruhm dieser Männer teilhaben. Die dann ein Teil von ihm haben. Irgendwie halt oder so. Von den Rolling Stones gibt es sogar extra ein Lied für diese Art Frauen. Nennt sich „Starfucker“. Genau. Wer jetzt nicht weiß wer die Rolling Stones sind, der soll sich einsalzen lassen. Aber egal.

Ja, ich schreibe jetzt schon eine halbe Stunde so vor mich hin und weiß eigentlich gar nicht warum. Genauso wenig weiß ich übrigens, warum der Herr Baumgartner diesen zweifellos waghalsigen, wagemutigen, überaus lobenswerten Sprung gemacht hat. Wahrscheinlich zuviel Red Bull getrunken. Bestimmt. Anders kann ich mir das gar nicht erklären. Oder er hat eine Neurose. Oder er handelt zwanghaft. Irgend so eine Prägung aus früher Kindheit. Probleme mit dem Vater vielleicht? Wurde er im Schrank eingesperrt? Oder im Keller? Man weiß es nicht. Leider.

Es ist sowieso alles falsch was ich hier schreibe, denn Felix Baumgartner hat die Menschheit weitergebracht. Hat neue Maßstäbe gesetzt. Alles wird jetzt gut. Das Gemetzel in Syrien wird ein Ende haben, die Talibanis werden endlich vernünftig und konvertieren zum Buddhismus und der Papst wird das Zölibat abschaffen. Genau. Und das alles wegen Felix Baumgartner’s Sprung vom Rande des Weltalls. Sagenhaft. Naja, ich hör jetzt mal auf, bevor ich mich noch aufrege. Aber ich wurde nicht geboren, um mich aufzuregen. Nee, bestimmt nicht. Und so kurz vor Weihnachten schon gleich gar nicht. Aber mit den 50 Millionen, die dieses Spektakel gekostet hat … damit hätte man eigentlich auch etwas vernünftiges Anfangen können. Zum Bleistift hätte man alle Lustobjekte des Felix Baumgartner mit dem Red Bull-Logo bemalen können. Körpermalerei quasi. Oder den Reichstag wieder mal einwickeln. Oder den Kölner Dom. Sowas in der Art halt. Red Bull hätte natürlich auch an die Armen dieser Welt – und da soll es ja einige geben – kostenloses Red Bull verteilen können. Vielleicht hät’s ja geholfen. Kurzfristig. Oder so.

Mit sarkastischem Gruß …

ein Kommentar

  1. Ich weiß nicht mehr, wer es gesungen hat, ist ja schon ein Weiöchen her:
    „Es ist doch heute ganz normal verrückt zu sein, Ein bißchen plem plem plem ist Mode…..

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